30.05.2009: 17. Halleiner Stadtmeisterschaften
Teilnahme an den 17. internationalen Halleiner Stadtmeisterschaften
Am Samstag, dem 30.05.2009, fuhren wir mit elf Personen zum 17. internationalen Stadtmeisterschafts-Turnier nach Hallein in Österreich. Wir mussten daher mit 2 Fahrzeugen fahren, unserem „Mannschaftsbus“ mit 8 Personen und einem weiteren PKW, der mit 3 Personen besetzt war. Nach einem ausgiebigen morgendlichen Frühstück bei unserem Wirt „Panos“ ging es dann gegen 10:30 Uhr Richtung Salzburgerland. Nach stauloser Fahrt und gutem Durchkommen und 2 kurzen Pausen waren wir schon gegen 14:00 Uhr in Hallein, wo wir als erstes unseren Landgasthof ansteuerten, um unser Gepäck zu deponieren und unsere Zimmer in Augenschein zu nehmen. Die Zimmer waren geräumig und wir waren zusammen auf einem Gang untergebracht, der auf der Balkonseite auch miteinander verbunden war, so dass man sich jederzeit vor den Zimmern zu einem Plausch treffen konnte. Gegen 15:00 Uhr fuhren wir dann Richtung Hallein los, um die Kegelbahnen des gastgebenden Vereins KSK Hallein im Kegelkasino Hallein in Augenschein zu nehmen. Als wir dort antrafen, war es schon richtig voll in der Halle und es wurde schon eifrig gekegelt. Schon beim Anblick der Kegelbahnen stieg die Vorfreude auf den Einsatz bei diesem mit 23 Mannschaften voll besetzten Turnier. Ursprünglich hatten wir um 16:30 Uhr unseren Einsatz, es stellte sich aber heraus, dass sich dieser aber um eine Stunde nach hinten verschob. Wir konnten also noch den anderen Mannschaften zuschauen und erste Gespräche mit den anwesenden Kegelkollegen führen, bevor wir selbst auf die Bahnen gehen durften. Es entbrannte noch kurz vor Start ein Disput, wer nun in der 1. Mannschaft spielen sollte und wer zum befreundeten Team „Trago Zukunft“ aus Frankfurt wechseln musste, da wir 8 Spieler waren, aber nur 6 Startplätze in der ersten Mannschaft frei waren. 2 Spieler mussten also bei Team „Trago Zukunft“ mitspielen. Erhard Stritzke entschied letztendlich, dass Gunther Dittkuhn und Ralf Stolze „ausgeliehen“ werden sollten und wir in unserer üblichen Besetzung spielen sollten.
Um 17:30 Uhr konnten wir dann endlich auf die Bahnen, um unser Können zu zeigen. Es gingen immer 3 Spieler auf die Bahnen, die Startpaarung lautete daher Jörg Schneidereit, Gerd Wolfring und Marco Steinke. Wir wussten, da vor unserem Start der Vorjahressieger SV Leipzig 1910 spielte, dass für einen evtl. Turniersieg ein hohes 5700er Resultat notwendig werden würde. Unsere Starter begannen stark und es sah lange danach aus, als würden wir Richtung 5700 spielen können, aber am Ende bauten unsere Startspieler etwas ab und kamen so nur auf 2757 Kegel zur Halbzeit (Gerd Wolfring 960 Kegel, Marco Steinke 925 Kegel und Jörg Schneidereit 872 Kegel). Unsere zwei „ausgeliehenen“ Gastspieler Gunther Dittkuhn und Ralf Stolze machten ihre Sache besser und erzielten mit 970 Kegel bzw. 951 Kegel ansprechende Ergebnisse, nur leider für das Team „Trago Zukunft“. Unser Schlußpaar Dieter Ockert, Erhard Stritzke und Thomas Speck versuchte nun noch, zu retten, was zu retten war und spielte stark auf. Thomas Speck wechselte mit starken 502 Kegel, baute dann aber noch ab und kam letztendlich auf 971 Kegel, konnte aber mit einem Neuner kurz vor Spielende noch Dieter Ockert abwehren, der auf gute 966 Kegel kam. Erhard Stritzke, der stark begonnen hatte, konnte das Niveau leider nicht mehr halten und musste am Ende sogar noch mit 912 Kegel zufrieden sein. Trotzdem ergab das weitere 2849 Kegel und somit einen Endstand von 5606 Kegel. Damit lagen wir am Samstagabend auf Platz 3 hinter SV Leipzig 1910 und KSV Engelsdorf. Wir wussten aber, dass mit Post SV Ludwigshafen und Voith St. Pölten, dem österreichischen Staatsmeister, am Sonntag noch zwei starke Mannschaften kamen, auch der heimische Klub KSK Hallein konnte noch in diese Ergebnisbereiche spielen.
Da wir erst gegen 21:00 Uhr mit dem Kegeln fertig geworden sind, aber für 21:30 Uhr einen Tisch in unserem Landgasthof für das Abendessen bestellt hatten, hieß es nun schnell Duschen bzw. schnell zurückfahren und dann Duschen und zum Essen gehen, damit wir überhaupt noch etwas zu Essen bekommen würden, da es nur bis ca. 22:00 Uhr warmes Essen gab. Also versammelten sich nach und nach alle zum Essen im Landgasthof und die Bedienung gab uns zu verstehen, dass wir schnell bestellen sollten, damit wir unser Essen noch bekommen würden. Aber es klappte alles reibungslos, obwohl ein Gastspieler durch zu schnelles Verkonsumieren von alkoholischen Getränken schon leichte Orientierungs- und Sprachprobleme hatte und sich schwer tat, der allgemeinen Diskussion am Tisch noch zu folgen. Das essen entschädigte uns aber dann für die Wartezeit, es war reichlich und sehr lecker. Nach dem Essen fand dann unser „Minnesänger“ Ralf Stolze in einem Bauernschrank eine Gitarre, die er gleich auspackte und eine Variation seines Könnens dem begeisterten Publikum darbot. Nach einigen Interpretationen bekannter Songs schmetterte die Gruppe begeistert mit und so entwickelte sich noch eine gute Stimmung und ausgelassene Feierlaune. Im Nebenraum fand zeitgleich eine Hochzeit statt und so schwärmten einige Spieler los, um die Braut in Augenschein zu nehmen und gleichzeitig mit den zumeist jugendlichen Hochzeitsgästen Kontakt aufzunehmen. Während sich bei den meisten gegen 00:30 Uhr dann langsam die Müdigkeit breitmachte und sie sich dann Richtung Bett begaben, erwachte bei einigen Spielern und mitgereisten Damen der Lebenstrieb und die Tanzlaune, so dass nach Überlieferungen und aufgenommenen Dokumentaraufnahmen mancher Spieler mehr Leistung beim Tanzen zeigte, wie er auf der Kegelbahn gezeigt hatte und für die kleine „Splittergruppe“ dann die Nacht erst frühmorgens endete.
Für den Sonntagmorgen war um 09:30 Uhr das Frühstück angesetzt. Die meisten nahmen daran teil, wenn auch mit unterschiedlicher Konstitution. Während die einen putzmunter ihr Frühstück konsumierten, hatten andere zum Teil deutlich mit Ausfallerscheinungen zu kämpfen. Es gab auch einen Totalausfall zu beklagen, der leider das Frühstück nicht zu Gesicht bekam, sondern weiter Augenpflege im Hotelbett betrieb. Gegen 11:30 Uhr traf man sich frischgestärkt im Hotelfoyer, um die weitere Tagesplanung zu besprechen. Man entschied sich, sich in zwei Gruppen zu teilen. Eine Gruppe wollte auf den Spuren Mozarts wandeln und Salzburg unsicher machen, die andere Gruppe wollte eher auf den Spuren von Reinhold Messner wandeln und das Hochgebirge unsicher machen. Also trennte man sich und fuhr Richtung Salzburg los, wo man gegen 12:00 Uhr eintraf. Nach längerer Parkplatzsuche fand sich ein Plätzchen direkt in der Nähe der Innenstadt. Nach dem Besuch eines Künstlermarktes ging es dann Richtung Dom und Innenstadt von Salzburg. Nachdem uns schon während des Laufens immer wieder Personen auf komischen fahrbaren Untersätzen aufgefallen waren, kamen wir auf den Mozartplatz, wo ein Verleih für sog. „Segways“ war, zweirädrige Fahrzeuge, die nur durch Gewichtsverlagerung gesteuert werden. Also beschlossen wir, uns diese mal anzuschauen. Dieter Ockert und Wenke Hornung wollten unbedingt fahren, also wurde sie eingewiesen und düsten gleich darauf los. Eine halbe Stunde später und total begeistert trafen sie wieder ein. Es hat ihnen unheimlich Spaß gemacht und den dabei gewesenen Zuschauern auch, die viel zu fotografieren hatten. Im Anschluss an Salzburg ging es dann an den ca. 60 km entfernten Mondsee, welcher idyllisch zwischen Bergen eingebettet liegt. Das Wetter meinte es gut zu uns, toller Sonnenschein und angenehm warm. So konnten wir die Zeit dort mit Flanieren nutzen und die Zeit dort mit Ausruhen direkt am Wasser verbringen. Gegen 18:00 Uhr hieß es dann Abschied nehmen, da wir zurück zum Hotel mussten, um uns für die Abschlussfeier fertigzumachen. Dort angekommen trafen wir die andere Ausflugsgruppe, die einen nicht ganz so harmonischen Tag hatte. Die anfangs geplante lockere Wanderung auf einen 1500 m hohen Gipfel entpuppte sich dann als ausgewachsener Gewaltmarsch, der sich dann wohl auf 20 km ausdehnte. Alles in allem war die Wandergruppe sichtlich erschöpft und musste sich im Hotel wohl zuerst etwas „ablegen“, bevor es dann gegen 19:30 Uhr zur Siegerehrung des Turniers ging. Unterwegs waren wir dann geschockt, als ein österreichisches Polizeiauto hinter uns herfuhr. Wir dachten zuerst, wir würden angehalten, aber die Kontrolle galt einem vor uns fahrendem Motorrad. Gott sei dank muss man sagen, denn 11 Personen in einem VW-Bus scheinen dann auch für österreichische Verhältnisse doch etwas zuviel zu sein.
Gegen 20:00 Uhr trafen wir dann in der Brauerei Kaltenbrunn ein, wo die Siegerehrung für die 35 teilnehmenden Mannschaften stattfand. Hier erfuhren wir auch, dass wir sensationell den 5. Platz belegt hatten, was bedeutete, dass alle Spieler geehrt wurden und wir einen schönen Pokal überreicht bekamen. Aber zuerst aßen wir noch eine Kleinigkeit, bevor dann die Siegerehrung stattfand. Diese war echt toll organisiert, ließ keine Wünsche offen und wurde vom Veranstalter sehr professionell durchgeführt. Im Anschluss an die Siegerehrung spielte dann ein DJ und es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt. Manche nahmen dies wörtlich und kamen erst wieder früh am Morgen im Hotel an, während die andere Hälfte gegen 01:45 Uhr im Hotel eintraf.
Am Sonntagmorgen fand dann noch ein ausgiebiges Frühstück statt, bevor wir uns dann wieder Richtung Deutschland aufmachten. Nach ca. 4 Stunden Fahrt kamen wir dann erschöpft, aber glücklich in Ettlingen an, wo wir dann zum Abschluss noch bei Panos einkehrten und noch eine Kleinigkeit zu Essen zu uns nahmen und dieses unvergessliche Event dann ausklingen ließen.
Wo sich aber am Ende alle einig waren, war, dass wir 2011 auf jeden Fall wieder in Hallein an den 18. internationalen Stadtmeisterschaften teilnehmen wollen und dass dieser Ausflug unvergesslich bleiben wird. Wir haben zusammen tolle Stunden erlebt und da Bilder bekanntlich mehr sagen als Worte, darf ich unsere Besucher auf die Bildergallerie verweisen.
Ergebnislisten
- Ergebnisliste Herren [166 KB]
- Ergebnisliste Damen [164 KB]
Gallerie aller Bilder
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